Zähneputzen und Kinder. Oft lässt die Kombination dieser beiden Worte Eltern erschaudern. Und das bereits seit Generationen. Allerdings kann die wichtige Mundhygiene auch zu einer lustigen Angelegenheit werden, die einfach in den Alltag zu integrieren ist. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen einige Möglichkeiten auf, die Ihnen und Ihrem Kind bereits am Beginn Ihres Tages ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

1. Zähneputzen: Lieber gemeinsam, statt einsam

Kinder sind daran gewöhnt, die Hilfe ihrer Eltern zu haben –  sei es beim Anziehen, auf der Toilette oder beim Baden. Deswegen sollten Sie auch dabei sein, wenn Ihr Kind sich selbstständig die Zähne putzt. Machen Sie eine  spielerische Gemeinschaftsaktion daraus und putzen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind die Zähne! So fühlt es sich geborgen, empfindet mehr Freude und gar Stolz, weil es jetzt etwas genauso beherrscht wie Mama und Papa und ausserdem haben Sie die Kontrolle, ob Ihr Kind auch richtig putzt. Am besten positionieren Sie sich dabei so, dass Sie die Möglichkeit haben, sich und auch Ihr Kind sowohl im Spiegel, als auch auch direkt ansehen zu können. Diese Methode verfolgen Sie optimalerweise so lange, bis Ihr Nachwuchs sich sicher fühlt. Womöglich verlangt er dann von selbst, die Zähne alleine putzen zu dürfen. Man wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben 😉

2. Zahnbürste und Co.: Mitentscheiden lassen

Nun ist die Wahl der Zahnputzutensilien von großer Bedeutung. In erster Linie muss die Optik das Kind ansprechen, damit das Werkzeug auch gerne benutzt wird. Deshalb kaufen Sie nicht einfach beim Vorbeigehen eine Zahnbürste für Ihr Kind, sondern machen Sie ein spannendes Abenteuer daraus: „Komm, wir gehen jetzt einkaufen und du darfst dir selbst deine Zahnbürste aussuchen“. Die Entscheidung dem Kind zu überlassen, sichert nicht nur den richtigen Kauf, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen des Kindes.  Was Mundhygieneartikel für Kinder anbelangt, sind die Drogeriemärkte inzwischen sehr gut sortiert. Von Hello Kitty über My Little Pony, Paw Patrol bishin zu den altbekannten Disneyfiguren ist alles im Angebot vorhanden. Zahnbürste, Zahnpasta und ein Becherchen mit den Helden Ihres Kindes werden bald gefunden sein und sich des regelmäßigen Einsatzes im heimischen Badezimmer erfreuen.

Expertentipp: Die Wahl der richtigen Zahnpasta kann mitunter etwas schwieriger ausfallen. Für die meisten Kinder sind Pasten mit minzigem Geschmack einfach zu „scharf“ und können schnell zur Abneigung gegen das Zähneputzen führen. Frei nach dem Motto: „Probieren geht über Studieren“ sollten sie lieber zwei bis drei verschiedene Tuben mitnehmen und abends eine  lustige „Verkostung“ veranstalten.

3. Mit Fantasie geht alles leichter

Bei unserer Recherche zu diesem Artikel hat sich besonders ein Punkt herauskristallisiert, der bei allen befragten Eltern zugetroffen ist: Zähneputzen ist eine wunderbare Möglichkeit, um der Fantasie freien Lauf zu lassen. So gibt es eine Menge an Zahnputzliedern im Internet, die bereits in aller Früh das Bad in eine „Milchzahn-Disco“ verwandeln. Viele dieser Lieder sind auch so ausgerichtet, dass dabei die richtigen Regionen im Mund (Kauflächen, Aussenflächen, Innenflächen) und die optimale Zahnputz-Zeit berücksichtigt werden.
Oder die Zahnbürste wird plötzlich zu einem Schwert oder einem Zauberstab, mit deren Hilfe Ihr Nachwuchs böse Kariesmonster bekämpfen kann. Gibt es solche Lieder oder Schauspiele auch bei Ihnen? Lassen Sie es uns doch in den Kommentaren wissen.

4.Wichtigkeit vermitteln

Besonders ratsam ist es, seinem Kind schon früh zu erklären, wie wichtig regelmäßiges Zähneputzen ist, damit nicht nur einfach auf der Zahnbürste gekaut wird. Das Kind soll wissen, dass beim Zähneputzen nicht bloß die Zahnbürste im Mund hin und her geschoben wird, sondern, dass damit Rückstände von den Zähnen entfernt werden, damit diese lange sauber und gesund bleiben. Ist der Sinn erst mal verstanden, gibt es auch einen plausiblen Grund für die Mundhygiene. Der gut sortierte Buchhandel führt einige ausgezeichnete Bücher, die das Thema kindgerecht erklären (wir empfehlen „Leo Lausemaus will sich nicht die Zähne putzen“ von Marco Campanelle).

5. Spielend Zähne putzen

Zahnputz-Apps können Ihr Kind durch kleine Spiele zum besseren und längeren Zähneputzen motivieren. Durch die spielerischen Elemente  bei Playbrush vertreibt es  Monster oder malt Bilder aus, während es sich gleichzeitig die Zähne putzt. Dazu gibt es einen wöchentlichen Zahnputzreport per Email, der zeigt, wie Ihr Kind sich die Zähne geputzt hat. Wir empfehlen anfangs die Aufsicht der Eltern, da bei jüngeren Kindern die Zahnputztechnik durch die fehlende Aufmerksamkeit mitunter vernachlässigt wird.