In den meisten Fällen ist Mundgeruch harmlos. Mit Minz-Drops und einer gesteigerten Mundhygiene lässt sich dem schlechten Atem oft entgegenwirken. Liegt ihm eine ernste Ursache zugrunde, muss der Arzt die Behandlung der Gerüche übernehmen.

Was ist Mundgeruch?

Mundgeruch (Halitotis) bezeichnet unangenehm riechende Atemluft. Er entsteht durch schlechte Mundhygiene, eine falsche Ernährung oder Erkrankungen. Ursächlich können nicht nur körperliche Beschwerden sein, sondern auch psychische Probleme. Bei 85 Prozent der Betroffenen ist für die Gerüche jedoch eine mangelnde Mundhygiene verantwortlich.
Wer sich unsicher ist, haucht eine Vertrauensperson an. Mit dem ehrlichen Urteil lässt sich schnell feststellen, ob und wie stark Gerüche vorliegen. Anschließend lässt sich mit unseren Tipps gezielt dagegen vorgehen.

1. Pflegeprodukte: Mit Mundwasser und Zahnseide gegen Gerüche

Die allgemeine Zahnpflege ist das wichtigste Mittel gegen Gerüche. Durch richtiges Zähneputzen sind die Zähne weniger anfällig für Erkrankungen und Keime und verursachen dadurch weniger schnell Gerüche. Die Zahnpflege kann durch verschiedene Pflegeprodukte unterstützt werden. Als wirksam haben sich unter anderem Zahnseide und Mundwasser erwiesen. Die Zahnseide empfiehlt sich vor allem bei anhaltenden Gerüchen, denn mit dem praktischen Pflegeprodukt lassen sich auch die Zahninnenräume sorgfältig pflegen. Mundwasser kann während und nach jedem Zähneputzen angewendet werden. Damit sich keine Bakterien bilden, sollten die Produkte für die Zahnreinigung regelmäßig gesäubert werden. Die Zahnbürste bzw. den Bürstenkopf gilt es spätestens alle drei Monate auszutauschen.

2. Die Ernährung: Auf Kaffee und Tabak verzichten

Die Gerüche bleibt trotz umfassender Pflege bestehen? Dann ist womöglich die Ernährung verantwortlich. Es gilt, auf stark riechende Nahrungsmittel zu verzichten. Auch der Tabakkonsum sollte eingeschränkt werden. Da Alkohol ein typischer Auslöser für Gerüche ist, kann der Konsum von Wein, Bier und Co. ebenfalls reduziert werden.
Für einen guten Atem sorgen säurehaltige Nahrungsmittel wie Äpfel und Zitronen. Mit Kräutern und Gewürzen wie Minze und Thymian bleibt der Atem anschließend lange frisch. Zitrusfrüchte und Kräuter können pur oder in Form von Pastillen und Drops konsumiert werden.

3. Mit Zitronensaft gurgeln

Wer mit verdünntem Zitronensaft gurgelt, regt den Speichelfluss an und verleiht sich einen frischen Atem. Auch andere Zitrusfrüchte bieten sich an, insofern der Mundraum gesund ist. Bei Verletzungen oder Entzündungen sollte auf Zitronensaft verzichtet werden, damit sich die Beschwerden nicht verstärken. Selbst gebrühter Holunderblütentee ist eine sanfte Alternative, der die Mundschleimhaut beruhigt und den Speichelfluss anregt.

4. Ärztlichen Rat einholen

Personen, die unter starken Gerüchen im Mundraum leiden, sollten ärztlichen Rat einholen. Das ist vor allem dann notwendig, wenn die Beschwerden ganz plötzlich oder in Verbindung mit Begleiterscheinungen auftreten. Der Arzt kann die Atemluft analysieren und in Verbindung mit der Anamnese die Ursache ermitteln. Ist der Auslöser bekannt, lässt sich gezielt dagegen vorgehen. Beliebt bei einem schlechten Atem sind etwa pflanzliche Arzneimittel. Viele Medikamente enthalten Chlorophyll, welches die Eiweiß-Bildung im Mundraum hemmt und dadurch schlechten Atem reduzieren kann.