Jeder Tag ist eine neue Herausforderung, die ich inzwischen immer mit einem Lächeln annehme. Das war nicht immer so, denn in meinen Kindheits- und Jugendjahren habe ich sehr unter gesellschaftlichem Druck gelitten, da ich nicht „der Norm“ entsprochen habe. Was als Norm gegolten hat, war nie wirklich meins. Ich wollte immer mein eigenes Ding machen und nicht mit den Schafen in einer Herde rennen (dafür laufe ich heute regelmäßig mit meinem Hund und tracke dabei meine verbrannten Kalorien und zurückgelegte Schritte mit meinem Fitnessarmband). Bei Worten wie “Gruppenzwang” läuft es mir heute noch kalt über den Rücken. Ich habe mir durch die Umstände in meinen Teenagerjahren angewöhnt, meinen Körper und auch meinen Geist immer wieder zu neuen Höchstleistungen zu treiben. Dass ich jedoch einen Trainingspartner und Coach in einer Drogerie finde, hätte ich nie geglaubt (ok, vielleicht einen sportlichen Verkäufer oder Kunden, aber doch nicht etwas, das in den Regalen steht und ein Preisschild hat).Meine Freunde haben eigentlich aus Scherz gemeint: “Becca. Schau dir mal die Smart One an. Vielleicht trainierst du damit bald im Badezimmer, statt in die Kletterhalle zu pilgern”. Da ich von Natur aus neugierig bin, bin ich der Idee nachgegangen und habe mich informiert. Weg mit dem Einheitsbrei: hier kommt meine Bürste. Was heißt Bürste? Hier kommt mein Mundhygiene-Gym. Wie im echten Fitness-Studio strebe ich auch im Badezimmer danach, immer eine Stufe mehr zu nehmen. Es ist ein echter Ansporn, dass ich hier für eine gute Leistung mit echtem Geld belohnt werde.Die ersten Ergebnisse des Zahnputz-Coaches haben mich schockiert. Ich habe nicht gedacht, dass ich so schlecht geputzt habe. Im Nachhinein betrachtet, ist es vielleicht doch nie so klug gewesen, während des Duschens zu putzen. Inzwischen hat sich meine Routine weit gebessert und ich bin sehr zuversichtlich, meinen gesammelten Punktestand gegen die höchstmögliche Prämie für Versicherungsleistungen tauschen zu können.