Zähneknirschen die neue Volkskrankheit!

Wer Zähneknirschen nur für eine unangenehme Angewohnheit hält, irrt sich gewaltig. Das unbewusste Knirschen der Zähne wird von Zahnärzten als „Bruxismus“ bezeichnet und ist eine ernsthafte Erkrankung. Immer mehr Menschen leiden unter dieser neuen Volkskrankheit. Unbehandelt schädigt Bruxismus langfristig die Zähne, die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk. Die Folge können noch schlimmere Erkrankungen wie Parodontitis, Tinnitus, chronische Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Sehstörungen oder auch Depressionen sein. Bruxismus kommt in den meisten Fällen als Schlafbruxismus vor, kann aber auch als Wachbruxismus tagsüber auftreten.

Was sind die Ursachen des Zähneknirschens?

Die Ursachen für Bruxismus sind vielfältig. Auslöser können Stress, psychische Belastungen, Ängste, Anspannungen oder Überforderung sein. Auch orthopädische Probleme der Kiefergelenke oder falsche Zahnstellungen können das Knirschen mit den Zähnen auslösen. Insbesondere auch das Verarbeiten seelischer Probleme im Schlaf, löst solche unwillkürliche Kaubewegungen aus. Auch Psychopharmaka, Alkohol, Kaffee und Nikotin gelten als Risikofaktoren und können sich nachteilig auswirken. Wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob auch eine genetische Veranlagung eine Rolle bei dieser Erkrankung spielt. Hauptverantwortlich für das unwillkürliche meist unbewusste Knirschen mit den Zähnen ist aber häufig Stress.
Studien besagen, dass mittlerweile jeder zweite Deutsche nachts mit den Zähnen knirscht.

Was hilft gegen die Knirschkrankheit?

Das heimtückische an diesem, immer häufiger vorkommenden Übel ist, das es von den Betroffenen oft nicht oder erst spät bemerkt wird. Daher ist die erste und wirkungsvollste Maßnahme der regelmäßige Gang zum Zahnarzt. Üblicherweise bekommen Patienten die an Bruxismus leiden, auch heute noch eine sogenannte Beißschiene verordnet. Die Beißschiene soll die verbreiteten Beschwerden aufgrund der Fehlbelastung von Kiefergelenk und Zähnen durch die ständige Kautätigkeit verhindern. Die eigentliche Ursache des nächtlichen Zähneknirschens wird damit aber nicht behoben. Manche der Betroffenen tragen die Beißschiene daher ein Leben lang. Zahnärzte empfehlen mittlerweile auch alternative Verfahren:

  • Physiotherapeutische Verfahren: Menschen, die nachts mit den Zähnen knirschen, sind oft unausgeschlafen, was weiterem Stress Vorschub leistet. Die Physiotherapie kennt bestimmte Entspannungsübungen, die sich bequem zu Hause ausführen lassen. Bei konsequenter Durchführung reduzieren sich die Knirsch-Aktivitäten und die Chance auf einen erholsamen Schlaf steigt. Damit wird der Teufelskreis „Schlafstörung“ durchbrochen. Auch Yoga und Thai Chi eignen sich, die durch unkontrollierte Kautätigkeit verursachten Schlafstörungen zu verbessern. Einfach ausprobieren.
  • Psychotherapeutische Verfahren: Bei diesen Verfahren handelt es sich um gezieltes Anti-Stress-Training. Meditation, Biofeedback sowie autogenes Training, helfen Stress zu bewältigen, bekämpfen psychische Anspannungen und reduzieren die unangenehmen Knirschbewegungen effektiv.

Besonders empfehlenswert ist die gleichzeitige Anwendung beider Verfahren. Die Kombination psychotherapeutischer und physiotherapeutischer Maßnahmen kann oft eine vollständige Heilung bewirken. Eine wirkungsvolle Hilfe gegen nächtliches Zähneknirschen ist auch Homöopathie. Durch Verabreichung bestimmter Wirkstoffe in homöopathischer Verdünnung, können seelische Belastungen, Leistungsdruck, Schlafstörungen oder Nervosität oft gemildert werden. Bei der naturkundlichen Therapie mit homöopathischen Mitteln steht eine Reihe erprobter Wirkstoffe zur Verfügung. Unter anderem:

  1. Cina D6
  2. Phytolacca D 6
  3. Podophyllum D 6
  4. Cuprum metallicum D 12
  5. Magnesium phos. D 12
  6. Zincum metallicum D 12

Weitere umfangreiche Informationen zum Thema finden sich hier: Fokus Gesundheit.